Prestigeträchtiger Sieg für Glarner Tambouren im Solothurnischen

Stefan Hösli, Pascal Grossmann und Seth Müller holen sich die Trommelkrone am Musikwettbewerb in Laupersdorf. Damit trommelten die drei Trommelvirtuosen besser als viele hochkarätige Gruppen aus der ganzen Schweiz. Auch die weiteren Glarner Teilnehmer holen sich sehr gute Noten ab.

 

Kein Geheimtipp mehr

Am Musikwettbewerb in Laupersdorf trifft sich jedes Jahr die Schweizer Trommelelite zum Wettkampf. Diese Prestige-Stellung in der Schweizer Trommelszene hat das kleine aber feine Wettspiel aber nicht seit Anbeginn der Austragungen. Über die letzten Jahre erlangte das Wettspiel jedoch eine solch grosse Bekanntheit, dass die Teilnehmerzahl heuer sogar beschränkt werden musste.

Ein Tag für leidenschaftliche Tambouren: Der Hauptsaal in Laupersdorf wird elf Stunden lang mit Trommelmusik beschallt. Festkränze, wie an den Verbands- und Regionalwettspielen werden hier nicht verteilt. Eine Erwähnung an der Rangverkündigung bedeutet eine Rangierung im besten Drittel, was in diesem starken Teilnehmerfeld Lohn genug ist. Nur die Sieger der jeweiligen Kategorie erhalten einen Wanderpreis.

Seit nun fünf Jahren pilgert jeweils ein kleines Grüppchen vom GTV nach Laupersdorf, um sich ein letztes Mal im Kalenderjahr mit den Besten der Trommelszene zu messen.

Top-Resultate im Einzel

Drei Glarner Jungtambouren haben sich in das berüchtigte Drittel der Rangliste getrommelt. Allen voran Nicolas Meili, der auf den siebten Schlussrang trommelte. Damit übertrumpfte er seine beiden Vereinskollegen Lukas Landolt  und Zairon Peterhans hauchdünn. Landolt und Peterhans, welche beide bereits regionale Wettspiele für sich entscheiden konnten, mussten diesmal mit den Rängen acht (Landolt) und zehn (Peterhans) Vorlieb nehmen.

Pascal Grossmann trommelte das Stück «Funky Spirit» in der Erwachsenen-Kategorie höchst präzise. Mit Rang zehn platzierte er sich in der vorderen Hälfte der «Verlesenen». Stefan Hösli, amtierender Ostschweizermeister, wählte aus strategischen Gründen einen traditionellen Baslermarsch als Vortragsstück, da ein solcher am Eidgenössischen 2018 in Bulle neu zur Pflicht gehören wird. Gegen die modernen Kompositionen der Konkurrenz konnte er nicht, wie gewohnt, brillieren. Mit Rang 14 holte er sich jedoch die besten Noten für einen Marschvortrag ab. Ebenfalls einen Marsch trommelte Marc Zweifel, amtierender Jungtambouren-Ostschweizermeister und klassierte sich bei den Erwachsenen auf dem hervorragenden 19. Rang. Seth Müller holte sich trotz vielen Abzügen den 27. Schlussrang und blieb somit noch in der zweiten Tableau-Hälfte.

Genialer Sieg in der Gruppe

Zwei Gruppen des GTV Näfels stellten sich dem hochkarätigen Wettkampf in der Gruppen-Kategorie. Dabei entthronten Stefan Hösli, Pascal Grossmann und Seth Müller die Vorjahres-Sieger der letzten beiden Jahre. Nach dem Vortrag waren sich die drei jedoch gar nicht bewusst, was sie gerade erreicht hatten. An einer heiklen Passage schlich sich ein kleiner Fehler ein, der zu einem Abzug führte. Als die Gruppe dann trotzdem als Sieger des Wettspiels verkündet wurde, war die grosse Überraschung am Jubel der acht angereisten Glarner lauthals zu hören. Damit wird zum ersten Mal in der Geschichte des Musikwettbewerbs Laupersdorf ein Wanderpokal im Glarnerland gehortet.

Die jüngere Gruppe mit Nicolas Meili, Zairon Peterhans und Florian Röthlisberger konnte dieses Jahr noch nicht ganz mithalten und rangierte auf dem 27. Rang. Sie trommelten eine schwierige höchstklassige Komposition und sind ein Versprechen für die Zukunft.

Anfängerkurs 2018

Wer auch Trommelmeister werden will, sollte die Chance jetzt nutzen und unseren Anfängerkurs am 12. Januar 2018 in der Burgmaschine Näfels besuchen. Anmelden kann man sich direkt bei Stefan Hösli unter 079 300 93 50.

GTV Trommelkameradschaft in Elm

Die Jungmannschaft des Glarner Tambourenvereins Näfels belagerte beim alljährlichen Jungtambourenweekend wieder für ein ganzes Wochenende Elm. Obwohl das diesjährige Wettspiel bereits im Juni über die Bühne gegangen ist wurde tüchtig geprobt.

Zusammenhalt durch gemeinsames Trommeln

Die 13 Leiter konnten am Freitagabend 29 Nachwuchstambouren im Gemeindehaus Elm in Empfang nehmen. An keinem anderen Vereinsanlass ist der Verein für ein ganzes Wochenende so zahlreich auf solch kleinem Raum versammelt. Der Trommelschüler, der noch kein Jahr trommelt und das Ehrenmitglied, das seit Jahren den Verein prägt, sitzen nebeneinander am selben Tisch und tauschen sich über ihren Trommelalltag aus. Trotz einer Generation Unterschied versteht man sich prächtig. Neben den Proben wurde Tischtennis gespielt, viel gelacht und gescherzt und versucht allerlei Unfug zu treiben. Der Lagerchef Ramon Hösli hatte die Schar jedoch immer souverän im Griff. Der Postenlauf vom Samstagabend verlangte den Trommelschülern alle Geschicke eines Tambours ab: Konzentriert und präzise agieren, bei Ablenkung konzentriert bleiben, vollen Einsatz geben und gemeinsam koordiniert das Ziel als Team erreichen.

Jede Gruppe lernt etwas Neues

Trommeltechnisch lag der Fokus des Lagers ganz klar auf der Erlernung von neuen Trommelstils. Wobei die Jüngsten sich am ersten Strassenmarsch versuchten, lernten die höheren Gruppen mit «Sharky» bereits ihre erste Komposition und damit eine Art Kür des Trommelspiels. Die Elitetambouren des SJ1 und SJ2 erhielten jeweils einen Baslermarsch vorgelegt. Diese sind gespickt mit technisch schwierigen Basler Zierstreichen, die eine ausgereifte Kontrolle über die Trommelschlegel voraussetzen.

Das alle drei Tage tüchtig geprobt wurde, stellten die Jungtambouren am Abschlusskonzert eindrücklich unter Beweis. Es zeigte sich, dass alle Gruppen es geschafft haben einen neuen Trommelstil zu meistern und damit einen weiteren Meilenstein ihrer noch jungen Trommelkarriere zu erreichen.

Anfängerkurs 2018 startet im Januar

Der GTV bildet jedes Jahr neue Trommelkünstler aus. Am Anfängerkurs vom 12. Januar 2018 wird der neue Tambourenkurs im Probelokal Burgmaschine Näfels starten und im nächsten Sommer wird es für diese Neutambouren bereits zum ersten Mal nach Elm ans Probeweekend gehen. Melden kann man sich bei Stefan Hösli unter 079 300 93 50.